5 Heroku Postgres Alternativen in 2026

5 Heroku Postgres Alternativen in 2026

Jonas Scholz - Co-Founder von sliplane.ioJonas Scholz
6 min

Heroku Postgres ist ein Klassiker, aber in 2026 würde ich Heroku nicht mehr für eine neue App auswählen. In Herokus eigenem Update vom Februar 2026 schreibt Salesforce, dass Heroku in ein Sustaining-Engineering-Modell wechselt, mit Fokus auf Stability, Security, Reliability und Support statt neuer Features. Neue Enterprise Account Contracts werden außerdem nicht mehr angeboten.

Wenn du schon auf Heroku bist, heißt das nicht, dass du panisch migrieren musst. Wenn du heute neu auswählst, würde ich Heroku Postgres aber als Maintenance-Option für bestehende Kunden behandeln, nicht als frische Plattform-Wette.

Hier sind fünf Heroku Postgres Alternativen in 2026.

Schneller Vergleich

AnbieterRegionswinkelPreisstrukturAm besten fürAchte auf
Sliplane Managed PostgresDeutschland, USA, Finnland, Singapurab 19 EUR/Monat, 10 GB inklusivekleine Teams, die langweilig gutes Postgres wollenkeine eingebaute Auth/Realtime-Schicht und kein Serverless Branching
Render PostgresFrankfurt, US-Regionen, SingapurFree Tier; Paid startet bei $6/MonatTeams, die Apps schon auf Render hostenGute UX, limitierter Free Tier, nicht besonders günstig
Railway Postgresglobale Regionenusage-basiert, Hobby mit $5 Minimum Usageschnelle Prototypen auf Railwayviele Incidents; weder günstiges Self-hosting noch starkes Managed Postgres
DigitalOcean Managed PostgreSQLglobale Regionen, inklusive FRA1startet um $15/Monatkleine Teams, die schon DigitalOcean nutzensolider Value mit PITR, aber US-Vendor-Fit zählt
AWS RDS for PostgreSQLAWS-Regionen, inklusive FrankfurtUsage-basiert über Compute, Storage, Backups, Transfer und OptionenTeams, die tief in AWS steckenOverkill, wenn du nicht schon AWS-native bist

1. Sliplane Managed Postgres

Sliplane Managed Postgres ist Managed PostgreSQL für Teams, die einfach langweilig gutes Production Postgres wollen.

Sliplane ist ein deutsches Unternehmen aus Berlin. Managed Postgres ist in Deutschland, den USA, Finnland und Singapur verfügbar. Jede Datenbank enthält automatische Point-in-Time Recovery, SSL standardmäßig, automatische Security Updates, integrierte Metrics und Logs, kostenlosen Egress, API Access und die ersten 10 GB Storage.

Der Starter Tier in Deutschland beginnt bei 19 EUR/Monat zzgl. MwSt. Dafür bekommst du 1 vCPU, 1 GB RAM und 10 GB inkludierten Storage. Du kannst ohne Downtime resizen, also klein starten, beobachten und erst dann hochskalieren, wenn du es wirklich brauchst.

Der Vorteil ist der Fokus des Postgres-Produkts. Es geht um die Basics, die in Production einfach sitzen müssen: Backups, Restores, SSL, Monitoring, planbare Preise, keine Egress-Überraschungen, Zero-Downtime Resizes und ein kurzer Weg von "Datenbank erstellen" zu "App deployen".

Nimm Sliplane, wenn:

  • du langweilig gutes Production Postgres ohne Database Ops willst.
  • du PITR, SSL, Metrics, Logs und Egress auf jedem Tier inklusive willst.
  • du planbare Preise ohne Hyperscaler-Abrechnung willst.
  • deine Apps schon auf Sliplane laufen oder App Hosting und Datenbank nah beieinander sein sollen.

Nimm etwas anderes, wenn:

  • du Supabase-artige Auth-, Storage-, Realtime- und API-Features willst.
  • du Serverless Branching oder Scale-to-zero brauchst.
  • du eine große Enterprise-Datenbankplattform mit jedem möglichen Knopf brauchst.
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2. Render Postgres

Render Postgres ist eine naheliegende Managed-Postgres-Option, wenn deine App schon auf Render läuft.

Render hat eine gute Product Experience. App und Datenbank am selben Ort zu erstellen ist einfach, und der Free Tier ist nützlich für Development, Demos und Experimente. Für Production ist die kostenlose Datenbank aber bewusst limitiert, also solltest du die Paid Plans als eigentlichen Vergleich nehmen.

Der Tradeoff sind Value und Fit. Render ist angenehm, aber nicht besonders günstig, sobald du über sehr kleine Projekte hinausgehst. In unseren eigenen Tests war Latenz nicht die stärkste Seite der Experience, also solltest du für Production aus deiner echten Region und mit deinem echten Workload benchmarken.

Nimm Render, wenn:

  • deine App schon auf Render läuft.
  • du eine einfache App-plus-Datenbank-Plattform willst.
  • dir Product Experience wichtiger ist als der niedrigste Preis.

Nimm etwas anderes, wenn:

  • deutsche Company- oder Vendor-Residency wichtig ist.
  • du größere Datenbankpläne sehr günstig brauchst.
  • Datenbanklatenz hohe Priorität hat und du sie noch nicht gebenchmarkt hast.

3. Railway Postgres

Railway Postgres ist bequem für Prototypen, weil du Postgres schnell in denselben Projekt-Workflow wie deine App hängen kannst.

Das Problem: Railway ist nicht primär eine Postgres-Firma. Es ist eine breitere Developer-Plattform, und die Datenbank-Erfahrung wirkt oft wie eine komische Zwischenlösung: stärker gemanaged als ein nackter VPS, aber auch nicht die stärkste Managed-Postgres-Erfahrung. Backups, Limits, Observability, Konfiguration und operative Zuverlässigkeit musst du trotzdem im Blick behalten.

Railway kann gut sein, wenn du früh schnell vorankommen willst. Es ist aber weder der günstigste Self-hosting-Weg noch die klarste "Managed Database als Produkt"-Wahl. Dazu gibt es genug sichtbare Incidents, dass Teams bei availability-sensitiven Apps vorsichtig sein sollten.

Nimm Railway, wenn:

  • deine App schon komplett auf Railway läuft.
  • du prototypst und Geschwindigkeit wichtiger ist als Datenbanktiefe.
  • du mit einer platform-first Datenbank-Erfahrung leben kannst.

Nimm etwas anderes, wenn:

  • Postgres Availability hohe Priorität hat.
  • du einen Provider willst, der sich hauptsächlich auf Managed Postgres konzentriert.
  • du entweder günstiges Self-hosting oder ein reifes Managed-Database-Produkt willst.

4. DigitalOcean Managed PostgreSQL

DigitalOcean Managed PostgreSQL ist eine solide, langweilige Cloud-Database-Wahl. Das ist als Kompliment gemeint.

DigitalOcean ist leichter zu verstehen als die Hyperscaler, hat praktische Regionen inklusive Frankfurt und kann für kleine Teams ein guter Deal sein. Point-in-Time Recovery ist verfügbar, ohne direkt in Enterprise Pricing zu rutschen, also konkurriert es gut mit anderen einfachen Managed-Postgres-Produkten.

Der wichtigste Haken ist Vendor Fit. DigitalOcean ist ein amerikanisches Unternehmen und damit weniger attraktiv, wenn deutsche oder europäische Vendor-Residency ein hartes Kriterium ist. Außerdem ist es eine allgemeine Cloud-Plattform, kein Postgres-fokussiertes Produkt.

Nimm DigitalOcean, wenn:

  • deine Infrastruktur schon auf DigitalOcean läuft.
  • du eine praktische Managed Database mit PITR willst.
  • du einfache Cloud-Preise lieber magst als AWS-Komplexität.

Nimm etwas anderes, wenn:

  • deutsche oder europäische Vendor-Residency wichtig ist.
  • du Postgres nah an Sliplane-gehosteten Apps willst.
  • du einen Provider willst, der sich speziell auf Managed Postgres fokussiert.

5. AWS RDS for PostgreSQL

AWS RDS for PostgreSQL ist vor allem dann die richtige Antwort, wenn AWS schon das Zentrum deiner Infrastruktur ist.

RDS ist reif, mächtig und breit verstanden. Du bekommst Instance Classes, Multi-AZ-Optionen, Read Replicas, Backups, Maintenance Windows, Parameter Groups, IAM Integration, VPC Networking, Monitoring und das ganze AWS-Ökosystem drumherum.

Diese Stärke ist auch der Preis. Wenn du nicht schon tief in AWS bist, ist RDS für eine normale App-Datenbank schnell Overkill. Du übernimmst AWS Billing, Networking, IAM, Parameter Groups und operative Entscheidungen, bevor du überhaupt das Feature shipst, das Postgres gebraucht hat.

Nimm AWS RDS, wenn:

  • dein Stack schon tief AWS-native ist.
  • du reife Enterprise Controls brauchst.
  • jemand im Team AWS Database Configuration wirklich besitzt.

Nimm etwas anderes, wenn:

  • du nur eine straightforward Managed-Postgres-Datenbank brauchst.
  • du startupfreundliche Preise ohne AWS-Abrechnungsdetails willst.
  • AWS nicht schon das Zentrum deiner Infrastruktur ist.

Welchen Provider solltest du wählen?

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Heroku bleibt bequem, wenn du schon dort bist. Für neue Projekte lohnt sich ein Blick auf schlankere oder günstigere Alternativen.

Sliplane ist die direkte Wahl für kleine Teams, die Managed Postgres in Deutschland mit den wichtigsten Ops-Basics inklusive und App Hosting in der Nähe wollen.

Starte bei Restore, Monitoring, Region und Pricing. Fancy Database Features helfen wenig, wenn niemand weiß, wie ihr euch von einer schlechten Migration erholt.

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