
5 Hetzner Object Storage Alternativen in 2026
Jonas ScholzHetzner Object Storage war für viele europäische Entwickler ein großer Launch. Endlich S3-kompatibler Storage im Hetzner-Ökosystem.
Trotzdem lohnt sich der Vergleich. Vielleicht willst du einfacheres Pricing, weniger Egress-Risiko, eine App-Plattform oder aktuell eine stabilere Option für availability-kritische Pfade.
Schnellvergleich
| Anbieter | Warum anschauen? | Am besten für | Achte auf |
|---|---|---|---|
| Sliplane | deutscher Storage, keine per-Bucket/Egress/Request-Gebühren | Apps, Uploads, Backups | weniger Storage-Klassen |
| Scaleway Object Storage | EU-Cloud mit Storage-Klassen | Lifecycle, Archive, europäische Cloud-Workloads | Egress nach Freikontingent und Klassen-Details prüfen |
| IONOS Cloud Object Storage | großer deutscher Anbieter | IONOS-nahe Firmen, deutsche Vendor-Preference | Traffic-Regeln genau lesen |
| Exoscale Object Storage | europäische Zonen inklusive Deutschland, Österreich und Schweiz | GDPR-fokussierte Teams, europäische Datenresidenz | weniger bekannt als die ganz großen Clouds |
| Cloudflare R2 | keine Egress-Gebühren und starkes Cloudflare-Ökosystem | öffentliche Assets, CDN-nahe Workloads, Teams mit Cloudflare-Setup | Request-Kosten und Datenstandort genau prüfen |
1. Sliplane Object Storage
Sliplane Object Storage ist S3-kompatibler Object Storage für Apps, Uploads, Backups, Exporte und generierte Dateien.
Sliplane ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Object Storage ist in Deutschland verfügbar und kostet 5 EUR pro 250 GB pro Monat, zzgl. USt. Das erste GB ist kostenlos. Es gibt keine Request-Gebühren, keine Ingress-Gebühren und keine Egress-Gebühren.
Sliplane berechnet außerdem keine Gebühren pro Bucket. Du kannst Uploads, Backups, Staging-Assets und Kundendateien sauber in getrennte Buckets legen, ohne dass dadurch eine neue Gebührenzeile entsteht.
Du bekommst S3-Kompatibilität, scoped Access Keys, Versioning, Object Locking und Bucket-Management direkt neben deiner App-Plattform.
Nimm Sliplane, wenn:
- du S3-kompatiblen Storage in Deutschland willst.
- du keine per-Bucket-Gebühren, Egress-Gebühren oder Request-Gebühren willst.
- du Storage für Uploads, Backups, Assets oder Exporte brauchst.
- du ein vorhersehbares Pricing willst.
Eher nicht, wenn:
- du viele Storage-Klassen oder Deep Archive brauchst.
- du dutzende globale Regionen brauchst.
- du ein Hyperscaler-Feature-Set bis ins letzte Detail brauchst.
2. Scaleway Object Storage
Scaleway ist interessant, wenn du eine europäische Cloud mit mehreren Storage-Klassen willst. Es gibt Standard Multi-AZ, Standard One Zone und Glacier.
Das ist mehr Setup als ein einfacher App-Bucket, aber nützlich, wenn du Lifecycle-Regeln, Archivierung oder verschiedene Kostenprofile brauchst.
Nimm Scaleway, wenn:
- du EU-Infrastruktur willst.
- du Storage-Klassen brauchst.
- du Lifecycle- oder Archiv-Workflows planst.
Eher nicht, wenn:
- du explizit deutschen Storage brauchst.
- du keine Egress-Gebühren willst.
- du einfach nur einen simplen Bucket für eine App willst.
3. IONOS Cloud Object Storage
IONOS Cloud Object Storage ist eine deutsche Option von einem großen deutschen Anbieter. Das ist relevant, wenn Einkauf, Vendor-Familiarity oder deutsche Verträge wichtig sind.
Die Preislogik wirkt auf den ersten Blick günstig, aber Traffic-Kosten und Kategorien solltest du genau prüfen. Für manche Firmen ist IONOS trotzdem attraktiv, weil es in bestehende Einkaufsprozesse passt.
Nimm IONOS, wenn:
- du einen großen deutschen Anbieter willst.
- deine Firma sowieso IONOS nutzt.
- Procurement wichtiger ist als maximale Developer Experience.
Eher nicht, wenn:
- du keine Egress-Gebühren willst.
- du möglichst einfache App-Storage-Billing willst.
- du keine Lust hast, Traffic-Kategorien zu interpretieren.
4. Exoscale Object Storage
Exoscale Object Storage ist eine europäische S3-kompatible Option mit Zonen in mehreren Ländern, unter anderem Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Das passt gut, wenn du europäische Datenresidenz willst, aber nicht direkt zu AWS, Google oder Azure möchtest. Exoscale ist weniger Mainstream, dafür klar europäisch positioniert.
Nimm Exoscale, wenn:
- du europäische Zonen brauchst.
- GDPR und Datenresidenz wichtig sind.
- du eine Alternative zu den großen US-Clouds willst.
Eher nicht, wenn:
- du keine Egress-Gebühren willst.
- du App-Hosting und Object Storage in einem Workflow willst.
- du einen Anbieter willst, den jedes Team schon kennt.
5. Cloudflare R2
Cloudflare R2 ist oft die erste AWS-S3-Alternative, die Entwickler anschauen. Der Grund ist simpel: R2 nimmt S3s nervigste Kostenstelle raus, nämlich Egress.
R2 passt besonders gut, wenn du Cloudflare sowieso schon nutzt, Assets öffentlich auslieferst oder viel Traffic über das Cloudflare-Netzwerk läuft. Es ist S3-kompatibel und gut dokumentiert.
Nimm R2, wenn:
- du schon stark in Cloudflare bist.
- Egress-Kosten dein Hauptproblem sind.
- du öffentliche Assets oder Downloads auslieferst.
Eher nicht, wenn:
- du explizit deutschen Storage willst.
- du Request-Gebühren komplett vermeiden willst.
- du Storage direkt neben deiner App-Plattform haben möchtest.
Welche Option passt zu dir?
| Wenn dir das am wichtigsten ist... | Nimm |
|---|---|
| Deutscher App-Storage mit einfachen Kosten | Sliplane |
| Storage-Klassen und EU-Cloud | Scaleway |
| Großer deutscher Anbieter | IONOS |
| Europäische Zonen | Exoscale |
| Kostenloser Egress | Cloudflare R2 |
Hetzner Object Storage ist feature-reich und für Hetzner-nahe Workflows spannend. Wegen der sichtbaren 2026-Growing-Pains würde ich ihn aber nicht blind für availability-kritische App-Pfade nehmen.
Wenn du deutschen, S3-kompatiblen App-Storage mit sehr einfacher Rechnung willst, ist Sliplane die klarere Alternative.