
5 einfache AWS S3 Alternativen in 2026
Jonas ScholzAWS S3 ist mächtig, aber nicht jeder will IAM, Billing-Kategorien, Regionen, Storage-Klassen und Egress-Regeln nur für App-Uploads anfassen.
Wenn du einfach einen S3-kompatiblen Bucket willst, gibt es angenehmere Alternativen.
Schnellvergleich
| Anbieter | Warum anschauen? | Am besten für | Achte auf |
|---|---|---|---|
| Sliplane | deutscher Storage, keine per-Bucket/Egress/Request-Gebühren | Apps, Uploads, Backups | weniger Storage-Klassen |
| Cloudflare R2 | keine Egress-Gebühren und starkes Cloudflare-Ökosystem | öffentliche Assets, CDN-nahe Workloads, Teams mit Cloudflare-Setup | Request-Kosten und Datenstandort genau prüfen |
| DigitalOcean Spaces | simple Buckets mit bekanntem Developer-Workflow | DigitalOcean-Apps, kleine Teams, CDN-nahe Assets | inkludierter Transfer hat Grenzen |
| Backblaze B2 | günstiger TB-Storage und sehr beliebt für Backups | Backups, Archive, große Datenmengen | Egress ist nur bis zum 3-fachen Storage-Volumen inklusive |
| MinIO | S3-kompatibler Self-Hosted- oder Enterprise-Storage | Teams mit eigener Infrastruktur und Storage-Know-how | du betreibst die Zuverlässigkeit selbst |
1. Sliplane Object Storage
Sliplane Object Storage ist S3-kompatibler Object Storage für Apps, Uploads, Backups, Exporte und generierte Dateien.
Sliplane ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Object Storage ist in Deutschland verfügbar und kostet 5 EUR pro 250 GB pro Monat, zzgl. USt. Das erste GB ist kostenlos. Es gibt keine Request-Gebühren, keine Ingress-Gebühren und keine Egress-Gebühren.
Sliplane berechnet außerdem keine Gebühren pro Bucket. Du kannst Uploads, Backups, Staging-Assets und Kundendateien sauber in getrennte Buckets legen, ohne dass dadurch eine neue Gebührenzeile entsteht.
Du bekommst S3-Kompatibilität, scoped Access Keys, Versioning, Object Locking und Bucket-Management direkt neben deiner App-Plattform.
Nimm Sliplane, wenn:
- du S3-kompatiblen Storage in Deutschland willst.
- du keine per-Bucket-Gebühren, Egress-Gebühren oder Request-Gebühren willst.
- du Storage für Uploads, Backups, Assets oder Exporte brauchst.
- du ein vorhersehbares Pricing willst.
Eher nicht, wenn:
- du viele Storage-Klassen oder Deep Archive brauchst.
- du dutzende globale Regionen brauchst.
- du ein Hyperscaler-Feature-Set bis ins letzte Detail brauchst.
2. Cloudflare R2
Cloudflare R2 ist oft die erste AWS-S3-Alternative, die Entwickler anschauen. Der Grund ist simpel: R2 nimmt S3s nervigste Kostenstelle raus, nämlich Egress.
R2 passt besonders gut, wenn du Cloudflare sowieso schon nutzt, Assets öffentlich auslieferst oder viel Traffic über das Cloudflare-Netzwerk läuft. Es ist S3-kompatibel und gut dokumentiert.
Nimm R2, wenn:
- du schon stark in Cloudflare bist.
- Egress-Kosten dein Hauptproblem sind.
- du öffentliche Assets oder Downloads auslieferst.
Eher nicht, wenn:
- du explizit deutschen Storage willst.
- du Request-Gebühren komplett vermeiden willst.
- du Storage direkt neben deiner App-Plattform haben möchtest.
3. DigitalOcean Spaces
DigitalOcean Spaces ist eine einfache Option, wenn dein Stack sowieso auf DigitalOcean läuft. Du bekommst einen gut verständlichen Bucket-Workflow und ein klares Einstiegspaket.
Spaces kostet klassisch $5/Monat inklusive 250 GiB Storage und 1 TiB Outbound Transfer. Darüber hinaus zahlst du für zusätzlichen Storage und Transfer.
Nimm DigitalOcean Spaces, wenn:
- du schon DigitalOcean nutzt.
- du einfache Buckets mit CDN-Option willst.
- du ein kleines bis mittleres App-Setup hast.
Eher nicht, wenn:
- du deutschen Storage brauchst.
- du keine Egress-Grenzen willst.
- du Request- und Transfer-Kosten komplett vermeiden willst.
4. Backblaze B2
Backblaze B2 ist ein Klassiker für günstigen Object Storage. Viele Backup-Tools unterstützen B2 direkt oder über die S3-kompatible API.
Im Juli 2026 liegt der öffentlich gelistete Preis bei $6.95 pro TB und Monat. Egress ist bis zum 3-fachen deines gespeicherten Volumens kostenlos, danach kostet er extra. Für Backup-Workloads ist das oft völlig okay.
Nimm Backblaze B2, wenn:
- du günstigen Storage auf TB-Niveau willst.
- dein Haupt-Use-Case Backups oder Archive sind.
- du mit dem Egress-Freibetragsmodell klarkommst.
Eher nicht, wenn:
- du Storage in Deutschland brauchst.
- du unbegrenzt kostenlosen Egress erwartest.
- du Storage direkt in deinem App-Dashboard willst.
5. MinIO
MinIO ist S3-kompatible Object-Storage-Software, die du selbst betreiben kannst. Das gibt dir Kontrolle, aber auch Verantwortung.
Für Labs, interne Plattformen oder Teams mit starkem Infrastruktur-Know-how kann MinIO super sein. Für normale App-Uploads oder Backups unterschätzen viele aber Betrieb, Updates, Monitoring, Erasure Coding und Durability.
Nimm MinIO, wenn:
- du Object Storage selbst betreiben willst.
- du volle Kontrolle über Infrastruktur brauchst.
- dein Team Storage-Betrieb wirklich kann.
Eher nicht, wenn:
- du einfach nur einen zuverlässigen Bucket willst.
- du keine Storage-Operations übernehmen willst.
- du Durability nicht selbst designen möchtest.
Welche Option passt zu dir?
| Wenn dir das am wichtigsten ist... | Nimm |
|---|---|
| Deutscher App-Storage mit einfachen Kosten | Sliplane |
| Egress-freie Cloudflare-Workflows | Cloudflare R2 |
| DigitalOcean-Apps | DigitalOcean Spaces |
| Backups | Backblaze B2 |
| Self-Hosting | MinIO |
Wenn du AWS S3 vermeiden willst, aber nicht auf S3-kompatible Tools verzichten möchtest, ist Sliplane eine sehr einfache Alternative: Bucket erstellen, Endpoint nutzen, fertig.