5 Wege, Metabase zu deployen in 2026

5 Wege, Metabase zu deployen in 2026

Atakan Öztarak - Content Engineer @sliplane.ioAtakan Öztarak
12 min

Du suchst den besten Weg, Metabase zu deployen, die Open-Source Business Intelligence Plattform? Egal ob du ein schnelles Production-Setup brauchst, die volle Kontrolle über deine Infrastruktur willst oder es einfach nur lokal testen möchtest: es gibt eine Option für dich.

Metabase hat über 40.000 GitHub Stars und wird von mehr als 60.000 Unternehmen weltweit genutzt. Jeder im Team kann Fragen an die Daten stellen und bekommt Antworten als Dashboards, Charts und Tabellen, ganz ohne SQL. Das Beste? Du hast mehrere Deployment-Optionen je nach Bedarf, Budget und technischem Know-how.

In diesem Guide zeige ich dir 5 verschiedene Wege, Metabase zu deployen, vom einfachsten One-Click Deployment bis zum Enterprise-Grade Kubernetes Setup. Du willst die Kurzfassung? Spring direkt zur Vergleichstabelle am Ende.

Los geht's.


1. Sliplane - Der einfache Weg

Wenn du den einfachsten und kosteneffektivsten Weg suchst, Metabase in Production selbst zu hosten, ist Sliplane deine Antwort. Deploy Metabase in unter 2 Minuten mit ein paar Klicks. Kein Server-Management, kein Docker-Wissen nötig.

So schnell geht's:

Sliplane ist eine Platform-as-a-Service (PaaS). Du bekommst das Beste aus beiden Welten: Einfachheit und günstiges Pricing.

So funktioniert's:

  1. Registrier dich bei sliplane.io (kostenloser GitHub Login)
  2. Erstell einen Server (oder nutz den kostenlosen 48-Stunden Trial Server)
  3. Klick auf "Deploy Service" und wähl das Metabase Preset
  4. Fertig! Deine Metabase-Instanz läuft mit automatischem HTTPS

Metabase Preset Auswahl

Das Preset konfiguriert automatisch eine persistente Datenbank, damit deine Dashboards und Einstellungen Neustarts und Updates überleben. Kein PostgreSQL-Setup oder Volume-Mounting nötig.

KategorieBewertung
KomplexitätSehr einfach: Kein technisches Wissen nötig
Preis€9/Monat flat, unbegrenzte User
AnpassbarkeitMittel: Environment Variables, Volumes, Domains

Pros:

  • One-Click Deployment: Kein Docker- oder Server-Wissen nötig
  • Festes Pricing: €9/Monat flat, keine Per-User Fees
  • Automatisches HTTPS: SSL-Zertifikate werden für dich gehandhabt
  • Einfache Updates: One-Click Redeploy für Metabase Updates
  • Unbegrenzte User: Kein Seat-basiertes Pricing

Cons:

  • Kein dauerhafter Free Tier: Nur 48-Stunden Trial

Am besten für: Entwickler, Startups und kleine Unternehmen, die Metabase in Production laufen haben wollen, ohne den DevOps-Overhead.

Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Guide zum Self-Hosting von Metabase auf die einfache Art.

Deploy Metabase in unter 2 Minuten

Spar dir das Server-Management. Bring Metabase mit einem Klick zum Laufen für nur €9/Monat mit unbegrenzten Usern.


2. Self-Hosted auf einem VPS - Der DIY-Weg

Für Entwickler, die volle Kontrolle wollen und die absolut niedrigsten Kosten anstreben, ist Self-Hosting von Metabase auf einem Virtual Private Server (VPS) der richtige Weg. Anbieter wie Hetzner, DigitalOcean oder Linode bieten günstige Server, auf denen du Metabase mit Docker laufen lassen kannst.

So funktioniert's:

  1. Miet einen VPS (z.B. Hetzner CX22 für ~€4/Monat)
  2. Installier Docker und Docker Compose
  3. Richte einen Reverse Proxy (Caddy oder Nginx) für HTTPS ein
  4. Deploy Metabase mit PostgreSQL per Docker Compose
  5. Konfiguriere DNS und zeig deine Domain drauf

Hier ist das Docker Compose Setup:

compose.yml
services:
  metabase:
    image: metabase/metabase:v0.59.x
    container_name: metabase
    restart: always
    ports:
      - "3000:3000"
    environment:
      MB_DB_TYPE: postgres
      MB_DB_DBNAME: metabaseappdb
      MB_DB_PORT: 5432
      MB_DB_USER: metabase
      MB_DB_PASS: CHANGE_ME_TO_A_SECURE_PASSWORD
      MB_DB_HOST: postgres
    depends_on:
      - postgres

  postgres:
    image: postgres:16
    container_name: metabase_postgres
    restart: always
    volumes:
      - metabase_postgres_data:/var/lib/postgresql/data
    environment:
      POSTGRES_USER: metabase
      POSTGRES_PASSWORD: CHANGE_ME_TO_A_SECURE_PASSWORD
      POSTGRES_DB: metabaseappdb

volumes:
  metabase_postgres_data:

Die Metabase Docker Image Version v0.59.x war zum Zeitpunkt des Schreibens aktuell. Prüf Docker Hub für die neueste stabile Version.

Wir haben einen kompletten Schritt-für-Schritt Guide mit Screenshots: Metabase auf Ubuntu 24.04 mit PostgreSQL selbst hosten

KategorieBewertung
KomplexitätMittel: Docker, Linux, Netzwerk-Wissen
Preis€3-10/Monat (günstigste Option)
AnpassbarkeitHoch: Voller SSH-Zugang, jede Konfiguration

Pros:

  • Günstigste Option: Ab €3-5/Monat auf Hetzner
  • Volle Kontrolle: SSH-Zugang, Custom Configs, jedes OS
  • Kein Vendor Lock-in: Jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln
  • PostgreSQL inklusive: Production-ready Datenbank von Anfang an

Cons:

  • Manuelles Setup nötig: Docker, Reverse Proxy, SSL, Firewall
  • Du kümmerst dich um alles: Updates, Backups, Security Patches
  • Zeitaufwand: Ersteinrichtung dauert 30-60 Minuten
  • Debugging liegt bei dir: Kein Support wenn was kaputt geht

Am besten für: Entwickler mit Linux/Docker-Erfahrung, die maximale Kostenersparnis wollen und gerne ihre eigene Infrastruktur verwalten.


3. Lokale Entwicklung - Der Test-Weg

Willst du Metabase evaluieren oder es gegen deine Daten testen? Lokal auf dem Laptop laufen lassen ist der schnellste Weg. Kein Server nötig, keine Kosten.

So funktioniert's:

# Mit Docker (ein Befehl!)
docker run -d -p 3000:3000 --name metabase metabase/metabase:v0.59.x

# Öffne http://localhost:3000

Kein persistenter Storage: Dieses One-Command Setup nutzt keine Volumes, daher gehen alle deine Dashboards, Questions und Einstellungen verloren, wenn du den Container entfernst.

Das nutzt die Standard H2 Embedded Database, die fürs Testen reicht. Für ein realistischeres lokales Setup mit PostgreSQL, erstell eine compose.yml:

compose.yml
services:
  metabase:
    image: metabase/metabase:v0.59.x
    container_name: metabase
    ports:
      - "3000:3000"
    environment:
      MB_DB_TYPE: postgres
      MB_DB_DBNAME: metabaseappdb
      MB_DB_PORT: 5432
      MB_DB_USER: metabase
      MB_DB_PASS: metabase
      MB_DB_HOST: postgres
    depends_on:
      - postgres

  postgres:
    image: postgres:16
    container_name: metabase_postgres
    volumes:
      - metabase_postgres_data:/var/lib/postgresql/data
    environment:
      POSTGRES_USER: metabase
      POSTGRES_PASSWORD: metabase
      POSTGRES_DB: metabaseappdb

volumes:
  metabase_postgres_data:

Dann starten mit:

docker compose up -d

Die Standard H2 Database reicht zum Testen, kann aber unter starker Nutzung beschädigt werden und unterstützt keine einfachen Backups. Für Production immer PostgreSQL nutzen. Schau dir unseren vollständigen Ubuntu Guide für ein production-ready Setup an.

KategorieBewertung
KomplexitätEinfach: Nur Docker muss installiert sein
PreisKostenlos
AnpassbarkeitHoch: Volle lokale Kontrolle

Pros:

  • Komplett kostenlos: Keine Hosting-Kosten
  • Sofort einsatzbereit: Ein Befehl zum Starten
  • Perfekt zum Testen: Experimentier ohne Konsequenzen
  • Entwicklerfreundlich: Metabase API Integrationen lokal testen

Cons:

  • Nicht für Production: Dein Laptop ist kein Server
  • Kein öffentlicher Zugang: Andere können deine Instanz nicht erreichen
  • H2 Database Risiko: Standard-Datenbank kann unter Last beschädigt werden
  • Ressourcenverbrauch: Metabase + PostgreSQL nutzt CPU/RAM deines Laptops

Am besten für: Entwickler, die Metabase evaluieren, Datenverbindungen testen oder mit Dashboards experimentieren wollen, bevor sie sich für eine Hosting-Lösung entscheiden.


4. Kubernetes - Der Enterprise-Weg

Für Organisationen mit bestehender Kubernetes-Infrastruktur oder solche, die Enterprise-Grade Skalierbarkeit und High Availability brauchen, ist das Deployen von Metabase auf K8s eine Option.

Bevor du diesen Weg gehst: Lies unseren Artikel darüber, warum Kubernetes wahrscheinlich nichts für dich ist. Für die meisten Teams ist es massiver Overkill. Schau dir auch Docker vs Kubernetes an, um die wichtigsten Unterschiede zu verstehen.

So funktioniert's:

metabase-deployment.yaml
apiVersion: apps/v1
kind: Deployment
metadata:
  name: metabase
spec:
  replicas: 2
  selector:
    matchLabels:
      app: metabase
  template:
    metadata:
      labels:
        app: metabase
    spec:
      containers:
      - name: metabase
        image: metabase/metabase:v0.59.x
        ports:
        - containerPort: 3000
        env:
        - name: MB_DB_TYPE
          value: "postgres"
        - name: MB_DB_DBNAME
          value: "metabaseappdb"
        - name: MB_DB_PORT
          value: "5432"
        - name: MB_DB_USER
          valueFrom:
            secretKeyRef:
              name: metabase-db-credentials
              key: username
        - name: MB_DB_PASS
          valueFrom:
            secretKeyRef:
              name: metabase-db-credentials
              key: password
        - name: MB_DB_HOST
          value: "metabase-postgres"
---
apiVersion: v1
kind: Service
metadata:
  name: metabase
spec:
  selector:
    app: metabase
  ports:
  - port: 80
    targetPort: 3000
  type: ClusterIP

Du brauchst zusätzlich:

  • Ein PostgreSQL Deployment (oder Managed Database wie RDS/Cloud SQL)
  • Kubernetes Secrets für Datenbank-Credentials
  • Persistent Volume Claims für PostgreSQL-Daten
  • Ingress Controller für HTTPS
KategorieBewertung
KomplexitätSehr komplex: K8s-Expertise nötig
Preis€70-200+/Monat (Managed K8s Cluster sind nicht billig)
AnpassbarkeitSehr hoch: Volle Infrastruktur-Kontrolle

Pros:

  • High Availability: Mehrere Replicas, Auto-Healing
  • Enterprise-ready: Passt in bestehende K8s Workflows
  • Infrastructure as Code: GitOps-freundliche Deployments

Cons:

  • Massiver Overkill für die meisten Teams. Du brauchst das wahrscheinlich nicht
  • Komplexes Setup: Braucht K8s-Expertise
  • Teuer: Managed K8s Cluster sind nicht billig
  • Operativer Overhead: Mehr Moving Parts = mehr Dinge, die kaputt gehen können

Am besten für: Große Unternehmen mit dedizierten DevOps-Teams, die bereits Kubernetes betreiben und Metabase in ihre bestehende Infrastruktur integrieren wollen.


5. Metabase Cloud - Der offizielle Weg

Du willst gar nicht selbst hosten? Metabase Cloud ist der offizielle Managed Service. Das Metabase-Team kümmert sich um alles: Hosting, Updates, Backups und Support.

So funktioniert's:

  1. Registrier dich bei metabase.com
  2. Wähl einen Plan (Starter, Pro oder Enterprise)
  3. Verbinde deine Datenquellen und fang an, Dashboards zu bauen

Aktuelles Pricing (Stand Februar 2026):

PlanPreisInkludierte User
Starter$85/Monat5 User (+$5 pro zusätzlichem)
Pro$500/Monat10 User (+$10 pro zusätzlichem)
EnterpriseCustomCustom
KategorieBewertung
KomplexitätSehr einfach: Einfach registrieren und nutzen
Preis$85+/Monat (teuerste Option)
AnpassbarkeitNiedrig: Beschränkt auf das, was angeboten wird

Pros:

  • Null Wartung: Das Metabase-Team kümmert sich um alles
  • Offizieller Support: Direkte Hilfe von den Machern
  • Immer aktuell: Automatische Updates mit neuesten Features
  • Managed Backups: Datensicherheit wird für dich gehandhabt

Cons:

  • Teuerste Option: Startet bei $85/Monat für nur 5 User
  • Per-User Pricing: Kosten skalieren schnell mit Teamgröße (ein 50-User Team auf Pro zahlt $900/Monat)
  • Daten auf deren Servern: Weniger Kontrolle über Data Residency
  • Interactive Embedding: Erst ab Pro ($500/Monat) und höher verfügbar

Vergleich das mal mit Sliplane für €9/Monat mit unbegrenzten Usern und ohne Per-Seat Fees. Für ein 10-Personen-Team sind das €9/Monat vs $85+/Monat.

Am besten für: Teams, die keinerlei technische Verantwortung wollen und bereit sind, Premium-Preise für eine vollständig gemanagte Erfahrung mit offiziellem Support zu zahlen.


Vergleichstabelle

Hier ist eine schnelle Zusammenfassung:

FeatureSliplaneVPS (Self-Hosted)LokalKubernetesMetabase Cloud
KomplexitätSehr einfachMittelEinfachSehr komplexSehr einfach
Setup-Zeit2 Minuten30-60 Minuten1 MinuteStunden/Tage5 Minuten
Monatliche Kosten€9+€3-10Kostenlos€70-200+$85+ (5 User)
AnpassbarkeitMittelHochHochSehr hochNiedrig
WartungManagedDu kümmerst dichN/ADu kümmerst dichManaged
HTTPS/SSLAutomatischManuelles SetupN/AManuelles SetupAutomatisch
UpdatesOne-ClickManuellManuellManuellAutomatisch
SkalierbarkeitGutManuellN/AExzellentGut
DatenkontrolleDein ServerVolle KontrolleVolle KontrolleVolle KontrolleDeren Server
User-LimitsUnbegrenztUnbegrenztUnbegrenztUnbegrenztPer-Seat Pricing
Am besten fürDie meisten UserDIY-EnthusiastenTestingEnterprisesNicht-technische

Welchen solltest du wählen?

Ganz einfach:

  • Willst du die beste Balance aus Einfachheit und Kosten? Sliplane: One-Click Deploy, €9/Monat, unbegrenzte User, kein DevOps nötig
  • Willst du die absolut günstigste Option? VPS Self-Hosting: €3-5/Monat, aber du verwaltest alles
  • Willst du es nur mal testen? Lokales Docker: Kostenlos, sofort, keine Verpflichtung
  • Betreibst du ein großes Unternehmen mit K8s? Kubernetes: Nur wenn du bereits die Expertise hast
  • Willst du keine Infrastruktur anfassen? Metabase Cloud: Premium zahlen für null Wartung

Für 90% der User bietet Sliplane den besten Wert: production-ready Deployment in unter 2 Minuten, planbares Pricing, unbegrenzte User und null Server-Management. Du bekommst die Kostenvorteile von Self-Hosting ohne die Kopfschmerzen.

Nicht sicher, ob Metabase das richtige BI-Tool für dein Team ist? Schau dir unseren Vergleich von 5 Open-Source Metabase Alternativen an.


Cheers, Atakan

Deploy Metabase in unter 2 Minuten

Spar dir das Server-Management. Bring Metabase mit einem Klick zum Laufen.